Geschichte des Museums

 

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Foto: Dirk Seim

Es ist dies nicht nur das älteste Heimatmuseum der Region, sondern zugleich ein Museum, das Ausstellungsstücke aus dem gesamten Raume des Hüttenbergs unter seinem Dach vereint. Am 20.Juli 1952 fand „unter großer Anteilnahme die Einweihung des Heimatmuseums statt. Ein stattlicher Festzug bewegte sich durch die Ortsstraßen und die Einweihung selbst war ein großer Erfolg“, beschreibt Heimatdichter und Museumsgründer Georg Heß dieses historische Ereignis. Ihm ist es zu verdanken, dass Leihgestern mit dem Hüttenberger Heimatmuseum ein Kleinod besonderer Art in seinen Mauern birgt. Der Landrat von Schwerin nahm seinerzeit die Einweihung vor.

Repro von Th. Wißner
Repro von Th. Wißner

Georg Heß, der wenige Monate später am 10.Januar 1953, seinem 65.Geburtstag, das Heimatmuseum der Gemeinde mit der Vorgabe dieses noch weiter auszubauen übereignete wollte mit „seinem“ Heimatmuseum die Erinnerung an die in Jahrtausenden gewachsene bäuerliche Kultur besonders die des hessischen Hüttenbergs festhalten. Mittlerweile trägt der Platz vor dem Heimatmuseum den Namen Georg-Heß-­Platz, nachdem 1953 ein Teil der damaligen Kirchstraße von der Gemeinde in „Am Heimatmuseum“ umbenannt wurde. Das alte, aus dem Jahr 1772 stammende, ziemlich verwahrloste Rathaus musste zunächst zur Aufnahme der Ausstellungsstücke instand gesetzt werden, was allein schon große Schwierigkeiten bereitete.

Georg Heß stellte seinerzeit den Antrag, ihm das alte Rathaus zur Herrichtung eines Heimatmuseums zur Verfügung zu stellen. Dem Antrag wurde mit dem Hinweis zugestimmt, dass die Gemeinde kein Geld dafür habe, es in Ordnung bringen zu lassen. Heß veranstaltete Werbeabende für den Aufbau des Heimatmuseums, schrieb alle Baufirmen an und bat um Spenden, wobei er Sachspenden für 4.500 Mark und Bargeldspenden von über 4.000 Mark zusammentrug. Die Leihgesterner Handwerksmeister stellten ihre Leute zur Verfügung und erbrachten eine Arbeitsleistung von 2.000 Mark gratis. Georg Heß, gelernter Weißbinder, kehrte in seinen alten Beruf zurück und arbeitete 160 Tage für sein Lebenswerk. Dann galt es, die alten Sachen und Geräte zu sammeln: eine mühevolle Arbeit. Aber es gelang ihm, ein Museum zu schaffen, das sich sehen lassen kann.

1986 wurde das mittlerweile Ortsbild prägende und zum Wahrzeichen des Ortes gewordene Museum einer gründlichen Außenrenovierung unterzogen, welche 1987 im Inneren fortgesetzt wurde.

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Die Heimatstube

Auch wurde in den 90er-Jahren der Vorplatz neu gestaltet und dem Museum eine Heimatstube vis-a-vis angegliedert. Eine erneute Außenrenovierung erfolgte im Jahr 2005, dem 1200. Jahr der Ersterwähnung Leihgesterns.

Quelle: HP www.linden.de